Macht und Niedertracht

Der Kampf um Kulterfurt
Live-Rollenspiel des Leuenhall e. V.
vom 11. bis 14. September 2014 nahe Zusmarshausen bei Augsburg

Verlassen ist Kulterfurt. Verloren ist Kulterfurt. Verdammt ist Kulterfurt.

Kein Lebewesen haust noch in den leerstehenden, verfallenen Gemäuern dieses kleinen Weilers am Modermoor. Und doch … in den Tiefen des Sumpfgebietes gibt es Leben. Unheiliges, unseliges Leben.

Dort, wo ein würgender, tastender Brodem wie todbringendes Gift über dem geschändeten Land liegt, dort regen sich Gebeine im Morast, um einem unhörbaren Ruf zu folgen.
Empor steigen sie, hinauf aus dem Schlick und Schlamm, um ihre verwesten Leichname erneut in den Dienst eines machtvollen Anführers zu stellen.
Genauer, in den Dienst einer Anführerin. Denn die Schwarzmagierin und Totenbeschwörerin Raunhild Rußwurm hält diesen Landstrich in ihrem eisernen Griff gefangen.
Selbst die grauenhaften Kodros fürchten sie. Und dies zu Recht.
Ist dies noch die ängstliche Nekromantin, die einst auf der Flucht vor ihren Häschern hierher gekommen ist und hoffte, den Schicksalsschädel der Xorassa zu erlangen?
Oder ist sie über sich selbst hinaus gewachsen durch den frevelhaften Pakt mit den finsteren Manen?

Die Toten dienen ihr, doch auch unter den Lebenden hat ihr Wort Gewicht. Die fanatischen Schwartzen Mönche sind ihr getreu ergeben und verlassen hier und dort heimlich im Schutze von Nacht und Nebel das Moor, um das Wort ihrer Herrin zu predigen.
Wahrlich, das Königreich der Schatten ist nahe!

Arg bedrängt sind die bei Kulterfurt stationierten Soldaten der Leuenmark und Hilfe tut Not. Fast jede Nacht verschwinden viele von ihnen spurlos und tauchen kurze Zeit später als lebende Tote wieder auf, um ihre einstigen Kameraden mit sich ins Verderben zu reißen.
Oft schon rückten die Soldaten in voller Kampfstärke vor, nur um in diesem lebensfeindlichen Gebiet bittere Niederlagen erleiden zu müssen.
Nicht nur die Untoten sind es, die sie fürchten müssen. Oh nein, denn das Moor selbst scheint nunmehr von einer tiefen, düsteren Korruption durchzogen zu sein und seltsame, noch nie vorher gesehene Kreaturen machen das Gebiet unsicher. Keine gewöhnliche Waffe vermag gegen sie zu bestehen, keine Rüstung schützt vor ihren fauligen Klauen.

Viele fallen auch dem giftigen Dunst zum Opfer, der gleich einem lebendigen Wesen über dem Modermoor hängt und dessen tastende Schleier umherwandern, als wären sie auf der Suche nach lebenden, atmenden Körpern, denen sie das Leben auspressen können... Auch gibt es immer wieder Ausfälle der wandelnden Toten, die abzuwehren es der Garnison immer schwerer fällt – zu groß und zu unwegsam ist das bewachte Gebiet. Und es scheint, als würden die Angreifer immer stärker und unaufhaltsamer.
Die Gefahren an diesem von den Göttern verlassenen Ort sind mannigfaltig und so warten die braven Soldaten darauf, was der Rat entscheidet. Anderswo gehen indessen die Kämpfe gegen die Stämme der kannibalischen Kodros weiter, so dass der Rat der Leuenmark und Truchsess Richard von Leuenfels, erster Paladin des Solis, niemals genügend getreue Gefogsleute gen Kulterfurt entsenden kann.

Was geht dort nur vor, verborgen vor den Blicken der Sterblichen?
Was hat sie ersonnen, diese Herrin der Toten, seit sie ihren triumphalen Sieg vor nunmehr über einem Jahr errungen hat? Haben ihre irrsinnigen Pläne womöglich endlich Früchte getragen?
Doch nun gibt es vielleicht wieder Hoffnung, denn ein großes Aufgebot von tapferen Getreuen wird zusammen gerufen, um einen weiteren, alles entscheidenden Vorstoß ins Herz der Finsternis zu wagen.
Richard von Leuenfels und Averion werden jene anführen, die dieses Wagnis auf sich nehmen wollen. Und somit wird sich ein für allemal das Schicksal Kulterfurts entscheiden.

Doch was, wenn jene, die in Nebel und Dunkelheit ihre diabolischen Pläne schmiedet, nur darauf wartet, dass diese wackeren Streiter zu ihr kommen? Zu ihr, die offenbar so viel mehr ist, als sie zu sein scheint?
Was, wenn dies nur eine heimtückische Falle ist, um alle jene, die in diesem Reich Rang und Namen haben, in diesen Pfuhl der Verderbnis zu locken? Auf dass sie ihr Ende finden, hier, an diesem kalten, verlorenen Ort...

Und doch muss diese stete Gefahr für die Leuenmark nunmehr mit aller Macht und Entschlossenheit bekämpft werden. Denn ansonsten breitet sie sich aus wie eine schwärende Wunde und vergiftet bald das gesamte Reich!

Verlassen ist Kulterfurt. Verloren ist Kulterfurt. Verdammt ist Kulterfurt.




Was bieten wir Dir?

Eine aufregende Geschichte, faszinierendes Ambiente, sehr viele Kämpfe und eine abwechslungsreiche Spielhandlung im Reich der Leuenmark – einer lebendigen Hintergrundwelt, die sich für LARP-Einsteiger ebenso hervorragend eignet wie für "alte Hasen".

Ein speziell auch für EinsteigerInnen konzipiertes Vier-Tages-LARP auf einem zentral gelegenen, stimmungsvollen Zeltplatz in der Nähe von Augsburg (bei Zusmarshausen)

Ein schönes Spielgelände nahe einem ausgedehnten Wald- und Naturschutzgebiet, einen spannenden Dungeon sowie eine gemütliche Taverne (offener Kamin!) mit Speisen und Getränken zu fairen Preisen.

Selbstverständlich gibt es im Nebengebäude sanitäre Einrichtungen und Duschen.

Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Wir bieten Dir dreimal reichhaltiges Frühstück (im Conbeitrag enthalten) sowie kostenlosen Kaffee und Tee. Kleinere Mahlzeiten und Getränke sind in der Taverne gegen Tavernenkarte erhältlich.

Motivierte NSC, die Dich durch die Handlung begleiten werden, sowie ein eingespieltes und kompetentes Live-Rollenspiel-Team.

Auf Wunsch gerne freundliche und persönliche Einsteigerhilfe in die sagenhafte Welt des Live-Rollenspiels durch den Leuenhall e. V.

Und nicht zu vergessen: Eine tolle Vier-Tages-Con mit viel Spaß unter Gleichgesinnten!